Soft Touch
Bei druckempfindlichem Material sind die Halte- und Anpresskräfte des Druckbalkens sowie der Spannzangen manchmal zu groß. Eine stufenlose Druckregelung mit Namen "Soft Touch" schafft nun Abhilfe. Das Prinzip ist schnell erklärt: Der Druckbalken wird wie immer pneumatisch nach unten bewegt, allerdings fängt jetzt ein ebenfalls pneumatisch erzeugter Gegendruck die Last ab. So reduziert sich das hohe Eigengewicht des Druckbalkens deutlich. Sogar ein 200 kg schwerer Druckbalken liegt nur noch mit 30 kg (ca. 300 N) auf – und das unabhängig von der Schnittlänge. Nach dem gleichen Prinzip wie beim Druckbalken arbeiten auch die speziell für druckempfindliches Material entwickelten Spannzangen.
Vom Prototyp zur gefragten Ausstattung
Die Innovation blieb keine Konstruktion auf dem Reißbrett. Nach dem Bau und Test eines Prototyps wurde
die Entwicklung zur Nürnberger Messe "Holz-Handwerk 2008" als Option für mehrere HOLZMA Plattenaufteilsägen freigegeben. Mittlerweile gehört sie zu den gefragtesten Zusatzausstattungen.
Der Förderpreis
"Die Markteinführung und der Förderpreis des Handwerks bestätigen das Konzept unserer Hochschule", stellte Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim, in seiner Begrüßung fest. Die enge Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft bringe für beide Partner deutliche Vorteile.
Der Förderpreis des Handwerks für Hochschulabschlussarbeiten der Handwerksammer Karlsruhe ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Er wird jährlich einmal für eine wissenschaftliche Arbeit vergeben, die sich mit aktuellen Fragen befasst, die auch für den Wirtschaftszweig Handwerk von Bedeutung sind. Ziel ist es dabei, theoretische wissenschaftliche Erkenntnisse auch auf die konkrete Arbeitswelt der mittelständischen Handwerksbetriebe herunter zu brechen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben und ist mit 5.000 € dotiert, wobei ein Teil dieser Summe an die Fakultät geht und ein (größerer) Teil an den Diplomanden.
Markus Ungerer
Markus Ungerer lernte die Firma HOLZMA bereits als Werkstudent kennen, seine ausgezeichnete Diplomarbeit entstand in enger Abstimmung mit der Praxis und die Ergebnisse wurden von HOLZMA aufgenommen. "Ein klassisches Beispiel für gelungene Entwicklung", konstatierte Dr. Rupert Zang, betreuender Professor im Studiengang Maschinenbau. Ungerer war bis Ende 2008 bei HOLZMA Entwicklungsingenieur, bevor er aus familiären Gründen nach Darmstadt zog. Seine enge Verbundenheit zum schwäbischen Maschinenbauer HOLZMA wurde auch in der Laudatio von Peter Gröning, Entwicklungsleiter HOLZMA GmbH, deutlich.