Der Kern: das Gehäuse des Sägewagens
Bereits beim Entwickeln des Stahlplattengehäuses legte HOLZMA größten Wert auf eine verwindungssteife, massive und belastbare Grundkonstruktion. Durch den Einsatz von rechnergestützten Finite-Elemente-Berechnungen konnte die ideale Kombination aus Steifigkeit und Gewichtsersparnis ermittelt werden. Das Ergebnis sind höchste Dynamik und maximale Präzision.
Bei der Neukonstruktion stand auch die Gesamtgröße des Sägewagens auf dem Prüfstand. „Möglichst kompakt“ lautete die Vorgabe, denn nur so ließ sich die ergonomische und komfortable Arbeitshöhe von 920 mm erreichen. Außerdem wirkt sich die Größe des Sägewagens positiv auf die Ausmaße des Maschinenkörpers und damit auf die Transportkosten aus – ein wichtiger Aspekt bei der Verschiffung der Säge in Containern.
Laufruhe
Ihre Laufruhe verdankt die neue Baureihe 3 den beiden Führungsschienen (Rundführungen) am Maschinenträger und den Rollen am Sägewagen, über die sich letzterer bewegt. Bisher waren hier „exzentrische Rollen“ im Einsatz, die HOLZMA nun durch zum Patent angemeldete „federvorgespannte Rollen“ ersetzt hat. „Diese werden mittels Federkraft an der Führungsschiene angelegt. Sie kompensieren Fertigungstoleranzen und Verschleißerscheinungen noch besser“, erklärt Peter Gröning. Das Ergebnis ist die von den Anwendern der neuen Baureihe 3 so geschätzte Laufruhe, die wir über Jahre hinaus gewährleisten können.
Zum Patent angemeldet:
Neues vertikales Postforming
Neben dem normalen Postformen, etwa für die Produktion von Küchenfronten, ermöglicht HOLZMA nun auch das „vertikale Postforming“. Damit lassen sich die Kanten ganzer Teilepakete vorritzen. Das zum Patent angemeldete Verfahren eignet sich mit einer Ritztiefe bis maximal 15 mm vor allem für Furnier-, Papier- und ABS-Kanten.
Für diese neue Zusatzausstattung muss sich die Vorritzsäge auf 90 mm Sägeblattüberstand anheben lassen. Dies erforderte umfassende Neuerungen am Sägewagen sowie eine Umgestaltung des Maschinenkörpers im Bereich des Winkellineals.
Patentiert:
Vollautomatische kameragesteuerte Vorritzsägeneinstellung
Diese prämierte und patentierte Zusatzausstattung ist bereits von der Baureihe 5 bekannt. Schon bei ihrer Markteinführung 2007 sorgte sie für große Aufmerksamkeit. Jetzt adaptierte HOLZMA die zeitsparende Technik und bietet sie auch für die Baureihe 3 an – so erleichtert der Maschinenbauer auch kleineren und mittelständischen Betrieben die Arbeit nach dem Sägeblattwechsel deutlich.
„Es handelt sich hier zwar um das klassische ‚Top-Down-Prinzip’ einer bekannten Technologie“, so Entwicklungsleiter Peter Gröning, „aber so einfach wie es klingt, war es ganz und gar nicht. Denn der Sägewagen der Baureihe 5 bot viel mehr Platz, als wir ihn in der neuen Baureihe 3 zur Verfügung hatten. Wir mussten ganz neu denken. Eine weitere Herausforderung war der angestrebte Verkaufspreis für die neuen Sägen, er sollte sich auf dem Niveau der alten Baureihe 3 bewegen. Aber wir haben es geschafft und eine neue, ebenfalls zum Patent angemeldete Lösung gefunden.“
Energieeffizienz
20% weniger Energieverbrauch als die Vorgängermodelle – so lautete die Vorgabe des HOLZMA Managements an die Konstrukteure der neuen Baureihe 3. Sie suchten also nach weiterem Einsparpotenzial – immerhin hatten sie mit den ersten ecoLine Technologien schon im Jahr 2009 einiges erreicht – und wurden unter anderem im Bereich des Sägewagens fündig.
Wie in der Baureihe 5 wird nun auch in der Baureihe 3 nicht mehr der Hauptsägemotor, sondern nur noch das Sägeblatt angehoben – das spart Energie und erhöht die Dynamik. Stattdessen wird das Hauptsägeblatt nun durch die zum Patent angemeldete Linearführung mit Schwinge positioniert: stufenlos, schnell, präzise, verschleißarm – und energiesparend. Darüber hinaus ersetzte HOLZMA hier Pneumatik durch Hydropneumatik. Das System arbeitet also nicht nur mit Luft-, sondern auch mit Öldruck. Das garantiert einen dauerhaft exakten Sägeblattüberstand, denn Öl lässt sich im Gegensatz zu Luft präziser ansteuern.
Teure Druckluft spart HOLZMA zum einen bei der Hauptsäge, in dem das Sägeblatt nur noch mittels eines einzigen Zylinders angehoben wird und zum anderen bei der Vorritzsäge, die ab sofort nicht mehr pneumatisch sondern elektromotorisch angehoben wird.
Wesentlich effizienter hat HOLZMA durch die Neukonstruktion des Sägewagens auch die Absaugung gestaltet. Zudem wird der „Lichttaster mit Abblaseinheit“nun nicht mehr mit teurer Pressluft abgeblasen, sondern mit dem ohnehin entstehenden, trockenen Wind aus dem Sägeflügel des Hauptsägemotors.
Altbewährtes bleibt erhalten
Bewährte HOLZMA Technologien finden sich auch im neuen Sägewagen. Etwa das Power-Loc-System für den schnellen und einfachen Sägeblattwechsel oder die stufenlos regulierbare Vorschubgeschwindigkeit.
Zu den HOLZMA Klassikern zählt auch die Winkelandrückvorrichtung, sie positioniert das Material exakt vor dem Zuschnitt. Diese Technologie haben die Ingenieure jetzt noch einmal verbessert: Ab sofort lässt sich der Anpressdruck für das Ausrichten der Teile variieren – je nach dem, ob ein Einzelteil oder ein Paket aufliegt. Die Vermessung der Teile-/Paketstärke erfolgt dabei vollautomatisch über den Druckbalken. Der Anpressdruck lässt sich anschließend entweder manuell eingegeben oder mit der Zusatzoption „Materialabhängige Parameter“ materialbezogen hinterlegen und automatisch abrufen.