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Holzbronn  01.11.2009 

Endlich: Denise und Lucas freuen sich auf den "Ernst des Lebens"  

34 große Augen blicken auf Personalchef Günter Gegenheimer, als er die neuen Auszubildenden und BA-Studenten bei HOLZMA begrüßt. Und auch 34 Ohren sind auf Empfang gestellt – besser, man lauscht jedem Wort, man könnte sonst ja womöglich etwas verpassen. Und so sitzen 17 an diesem Morgen äußerst brave Jugendliche in einem Holzbronner Konferenzraum.

Einer dieser neuen Auszubildenden ist Lucas Roller. Nach seinem Realschulabschluss hat er sich für eine Lehre als Mechatroniker entschieden. Stolz ist er auf seinen Ausbildungsplatz bei HOLZMA: "Ich habe im Vorfeld nur Gutes gehört – vor allem von Freunden und Verwandten, die hier arbeiten", erzählt er heute. Daraufhin hatte er sich genauer erkundigt: "Ich habe die HOLZMA Azubi-Börse besucht und dort die einzelnen Abteilungen dank der 'HOLZMA Ralley' ein bisschen kennen gelernt. Außerdem habe ich ein einwöchiges Praktikum bei HOLZMA absolviert – so wusste ich genau, wo ich mich bewerbe."

Seine neue Kollegin, Denise Mann, berichtet ähnliches. Auch sie hat sich nach persönlichen Gesprächen, Besuchen auf der "Top Job Börse" und dem Tag der offenen Tür sowie einem Praktikum bewusst für eine Ausbildung bei HOLZMA entschieden – und sich sehr gefreut, als die Zusage am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien dann kam. Nun arbeitet sie täglich engagiert für ihren Abschluss als Industriekauffrau.


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Eine Bewerbung allein bringt noch keinen Job
Bis zu ihrem Ausbildungsvertrag war es ein längerer Weg. Daher sind Lucas und Denise auf die Einstellung heute besonders stolz.

"Nach der Bewerbung kam zunächst die Einladung zu einem Test", erzählt Denise. Sie weiß noch genau: "Mathe, Deutsch, Englisch; kaufmännische Themen oder auch Chemie und logisches Denken bei den gewerblichen Ausbildungen – viele erzählten mir im Vorfeld, der Test sei nicht leicht. Da ging ich schon mit viel Respekt hin. Der Zeitdruck war auch tatsächlich hoch, das stimmt, aber es war machbar."

"Nach dem bestandenen Test folgte die Einladung zu einem Assessment Center", ergänzt Lucas. "Dort stand eine Gruppenarbeit mit Diskussion an. Die einen hatten das Thema 'Führerschein mit 17', die anderen 'Rauchen ab 18'. Später am Tag fanden Einzelgespräche statt." Und so ist es kein Wunder, dass die beiden Bewerber am Abend recht erschöpft waren – und zufrieden. Denise Mann: "Vorab hatte ich mir den Tag viel schlimmer vorgestellt. Dabei lief es gut und war sehr interessant."

Letztlich wurde ihr Einsatz belohnt: Mit Ausbildungsverträgen zur Industriekauffrau bzw. zum Mechatroniker beim Weltmarktführer für horizontale Plattenaufteilsägen.


Der "Ernst des Lebens": Endlich eigenverantwortlich
Der "Ernst des Lebens" begann für Denise, Lucas und 15 andere Auszubildende im September 2009, als sie sich erneut im großen Konferenzraum einfanden. Dieses Mal nicht zum Test, sondern zur herzlichen Begrüßung durch Personalchef Günter Gegenheimer, die Geschäftsführer und den Betriebsrat. "Ich war sehr aufgeregt, was nun passieren würde", erinnert sich Denise. "Aber irgendwie war das schnell geklärt," fügt sie erstaunt hinzu.

Damit die Auszubildenden möglichst sanft im Berufsalltag ankommen, übernahmen Ausbildungsleiter Christoph Gräsle und Ausbilder Thilo Finkbeiner das Zepter. Gemeinsam mit älteren Auszubildenden führten sie den HOLZMA Nachwuchs durch eine sieben Tage dauernde Einführungsveranstaltung. Auf dem Programm standen unter anderem ein Betriebsrundgang und eine Betriebserkundung, Arbeitssicherheit und Erste-Hilfe, viele organisatorische Themen, eine umfassende Produkteinführung mit Maschinenvorführung und ein Workshop "Qualität". Die Auszubildenden lernten außerdem die Produktionsabläufe kennen und montierten einfache Baugruppen. Denise baute einen "Mikroeinschub" zusammen, der später für die Beschickung einer Säge mit Holzplatten sorgen würde. "Den konnte ich nachher nicht mehr tragen, so 'mikro' war der", lacht sie.

Natürlich gehören zu den ersten Tagen auch das traditionelle Gruppenfoto, viele Tipps und Ratschläge von allen Seiten – und viele Wünsche der "Neuen", aufgeschrieben auf selbst gebastelte Raketen und mit echtem Treibstoff in den Holzbronner Himmel geschossen.

Lucas ist begeistert von den Aufgaben, die während dieser Zeit an ihn gestellt wurden: "Also ich fand das gut – endlich arbeitet man was, kann selber was machen. Und zwar genau das, was man sich ausgesucht hat." Und Denise fügt hinzu: "Mal ehrlich, in der Schule würde man vermutlich nur rumsitzen und nicht zuhören. Hier dagegen arbeite ich jetzt endlich eigenverantwortlich." Lucas: "Es wird uns ja auch wirklich leicht gemacht. Es ist sehr familiär, alle sind nett, grüßen, bieten Hilfe an. Die Schule vermisst keiner."

Krönender Abschluss der Begrüßungswoche war der traditionelle gemeinsame Ausflug mit allen Auszubildenden und den Ausbildern. "Wir besuchten die Firma Herzog bei Schramberg und konnten uns dort die Produktion von Kleinteilen anschauen", erzählt Denise. Im Anschluss an diesen Besuch folgte die Wanderung durch die Wutachschlucht. Lucas überzeugte die Kameradschaft: "Alte und neue Azubis haben sich gut gemischt. Ich habe mit jedem mal geredet, alle waren offen und freundlich."


"Mir gehts gut"
Inzwischen sind einige Wochen vergangen und es ist Normalität eingekehrt. Täglich bis 16 Uhr im Berufsleben zu bestehen – das ist für Denise und Lucas inzwischen schon Alltag. Aber auch heute sind sie überzeugt von ihrer Entscheidung für HOLZMA. "Es hat sich das bestätigt, was mir andere gesagt haben", so Lucas, "man kann wirklich mit allen reden, es ist sehr interessant, man wird nicht überfordert sondern es geht langsam. Und besonders toll ist das selbstständige Arbeiten."

Auch Denise ist zufrieden: "Wenn ich heute mit ehemaligen Klassenkameraden spreche und Vergleiche ziehe, dann hatten wir bei HOLZMA einen verhältnismäßig sanften Einstieg durch die Seminartage und eine ausführliche Einweisung. Und ich finds toll, dass auch wir Kaufleute einige Zeit im Lager und in der Produktion verbingen." Dann denkt sie kurz nach und meint: "Ich bin zufrieden, mir gehts gut. Endlich hat das, was ich mache, einen Sinn."

 
Allgemeine Informationen:
13 neue Auszubildende und 4 BA-Studenten im Alter zwischen 16 und 20 Jahren starteten jetzt bei HOLZMA. Die Aufteilung in die einzelnen Berufsfelder gestaltet sich wie folgt: 
 ... 5 Industriemechaniker
 ... 4 Mechatroniker
 ... 1 Technischer Produktdesigner
 ... 2 Industriekaufleute
 ... 1 Fachinformatiker
 ... 4 BA-Studenten Maschinenbau
Beginn der Ausbildung: 1.9.2009
Beginn des BA-Studiums: 1.10.2009
Dauer der Ausbildung: 3 bzw. 3,5 Jahre, je nach Berufsbild
aktuelle Ausbildungsquote 13,2 %

Anschrift

HOLZMA
Plattenaufteiltechnik GmbH

Holzmastr. 3
75365 Calw-Holzbronn
Deutschland

Tel.: +49 7053 69 0
Fax: +49 7053 6174
E-Mail



Neue Azubis 2009